Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 17 Uhr 59
Buddha und Christus! Hier tiefsinniger als bei Dorothee Sölle und Küng in einer Betrachtung von Rudolf Steiner, TB 704, S.222-224: (keine e-Mail / http://www.interkulturellergalilaeer.de.tf) schrieb:

TB 704, Rudolf Steiner, S.221: "Rufen wir uns zum besseren Verständnis noch einmal ins Gedächtnis, daß der physische Leib eines Himmelskörpers, ebenso wie der eines Menschen, nur ein Teil des gesamten betreffenden Wesens ist, und daß beide subtilere Prinzipien haben, die als Aura dem Hellseher sichtbar sind. Wie der Mensch die aus Astral- und Ätherleib gebildete Aura, die kleine Aura hat, so unterscheiden wir im Makrokosmos die große Aura, 'Ahura Mazdao', wie sie Zarathustra nannte. Aus diesem Namen wurde dann später Ormuzd, gleichbedeutend mit Lichtgeist. Christus war damals noch fern von uns, deshalb sagte Zarathustra zu seinen Schülern: Solange euer Blick auf der Erde haftet, werdet ihr Ihn nicht sehen, doch erhebt ihr euch mit hellseherischer Kraft in die hohen Himmelsräume zur Sonne empor, so werdet ihr finden den großen Sonnengeist.
Ebenso spricht die althebräische Geheimlehre vom großen Geiste, der den Weltenraum durchwebt und den der Seher in den hohen Sphären zu suchen hat (anders der wahrscheinlich 'sadduzäische'? Verfasser von: Die Caine war ihr Schicksal! Anm. Paraneua-Bioeule. Es folgt jedoch die Prohezeiung, daß er herabsteigen undsich mit der Erdenaura vereinigen wird. Einer von denen, die ihn in unserer Erdenaura wahrgenommen haben, war Paulus.Er wußte als Saulus wohl, daß der Messias kommen würde und die Erde mit dem Sonnengeiste vereint werden würde, er glaubte ihn jedoch noch in weiter Ferne. Auf dem Wege nach Damaskus wurde er plötzlich hellsehend und erkannte, daß das große Ereignis bereits stattgefunden hatte und daß Jesus von Nazareth der Langerwartetewar. Dieses Erlebnis wandelte ihn zum Paulus um, und er verkündete fortan als begeisterter Apostel das Geschehene.
Der Christus-Impuls istnicht nur als eine Erleuchtung einzelner Menschen aufzufassen. Der Hellseher darf sagen, daß die ganze Erde durch ihn etwas Neues geworden ist. Als Christi Blut auf Golgotha floß, trat eine innige Vereinigung unserer Erde mit dem höchsten Wesen ein, welches aus unerreichbaren Himmelshöhen herabgestiegen ist zum Heile der Menschheit. Von vielen ister bereits erkannt worden als derjenige, auf dessen Kommen die Bodhisattvas durch lange Jahrtausende hindurch hier untenvorbereiteten, wenige jedoch sind es, in denen das Christentum zum wahren Leben geworden ist. Der Christus-Impuls ist noch im Keimen begriffen, und die Menschheit wird noch lange Zeit brauchen und von manchen Führern angefacht werden müssen, bis er in allen Äußerungen des sozialen Lebens zur Geltung kommen wird.
Einen gewaltigen Fortschritt in der Lebensanschauung haben wir jedoch zu verzeichnen in der kurzen Zeit, die Buddha von Christus trennt. Eine Tatsache zeigt ihn so anschaulich wie möglich. Als der junge Königssohn Siddharta, der künftige Buddha, einst aus seinem Palast trat, in welchem er nie anderes als Lust und Glanz, als Jugend und Schönheit zu sehen bekommen hatte, erblickte er einen Krüppel, dessen Anblick ihn entsetzte und er sagte sich: Das Leben bringt Krankheit, und Krankheit ist Leiden. - Ein anderes Mal begegnete er einem Greise, und betrübt folgerte er: Das Leben bringt das Alter, und Alter ist Leiden. - Bald darauf sah erdas Abschreckendste, eine verwesende Leiche, und voller Grauenwiederholte ersich: Das Leben bringt denTod, und Tod ist Leiden. - Wo er hinblickte fand er Gebrechen des Körpers und Seelenschmerzen und Trennung von alledem, was einem im Leben lieb und teuer ist. Alles Leben ist Leiden-, sagte er sich und baute auf diesen Lebensgrundsatz die Lehre von der Lebenverzichtung. Der Mensch, so lehrte er, sollte, um dem Leiden zu entgehen, danach trachten, so rasch wie möglich aus dem Kreislauf der Inkarnationen sich zu erheben, um sich für immer dem leidvollen Wechsel von Leben und Tod zu entziehen (SATOR-Formel? Anm. Paraneua-Bioeule!).
Schreiten wir jetzt wenige Jahrhunderte voran, so sehen wirunzählige Menschen, die keine Buddhas, sondern schlichte Seelen waren, welche jedoch die Gwalt des Christus in sich ahnten, hinsehen auf einen Leichnam, doch nicht mit Schaudern. Sie sind nicht von dem alleinigen Gedanken erfüllt: Tod ist Leiden -, denn sie haben im Tode des Christus den vorbildlichen Tod erlebt, der da bedeutet: Tod ist Sieg des Geistes über alles Leibliche. Tod ist Sieg des Ewigen über alles Zeitliche.
Noch nie ist vorher ein solcher Impuls gegeben worden wie dieser, der von dem Mysterium von Golgotha kam, und niemals wird auf Erden ein größerer dem Menschen zuteil werden. Solches empfanden jene naiven Seelen, wenn sie zum Kreuze aufblickten, dem gewaltigsten der Sinnbilder. Da fühlten sie, daßes etwas Höheres und Stärkeres gibt als den verfallenden Leib, der der Krankheit, dem Alter und dem Tode unterworfen ist.
Betrachten wir nun die anderen Sätze der Lehre des Buddha mit unserer christlich-geisteswissenschaftlichen Anschauung: Krankheit und Alter können uns nicht entmutigen und zur Flucht treiben, da wir ihren Grund erkannt haben. Wir haben gesehen, wie diese neu erworbenen Fähigkeiten unseres Astralleibes den ungeschmeidigen physischen Körper immer unwohnlicher machen und wie die wachsende Disharmonie zwischen seele und Körper den letzteren allmählichzerstört und er schließlich abgestreift wird. Das Alter schreckt uns nicht, denn wir wissen, daß wenn das Leben hier den Höhepunkt erreicht hat und der Leib zu welken anfängt, in ihm das Neuerrungene sichzu einem juhngen Keime zusammenzieht, der einst zu reicherem Leben aufblühen wird. Diese Entwickelung im Geiste, wie sie das Christentum lehrt, birgt einen unendlichen Trost in sich und macht uns die Trennung von denen, die wir lieben, weniger schmerzlich, denn wir wissen, daß das Getrenntsein nur durch die physischen Schranken bedingt ist und wir im Geiste den Weg zu unseren Lieben finden können.
Denken und empfinden wir so, so bekommtdas ganze Leben hier unten ein neues, durchgeistigtes Antlitz und gewinnt immer mehr an Wert für uns. Unser geistiges Auge durchschaut die physischen Gebrechen und hilft uns, sie mit Gleichmut zu ertragen. Wir wissen, daß unser Arbeitsfeld hier unten ist und hier gesät werden muß die Saat zu neuem Leben. Was wir heute aus der Geistlehre erkennen können, wird uns auf den künftigen Entwickelungsstufen zur Gewißheit werden. Die erst im Werden begriffene Christus-Kraft wird bald eine Steigerung in unserer Wahrnehmung hervorrufen. Wir sind am Ende der Übergangsepoche, welche den tiefstenPunkt des Untertauchens und geistigen Erblindens in der Materie bedeutet, und in nicht ferner Zeit wird zu der physischen Sinneswahrnehmung ein beginnendes Hellsehen hinzutreten. ..."
Rudolf Steiner, Rom, 13.April 1910, Notizen zu Vorträgen: Das Ereingnis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, TB 704, S.222-224.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

205

Datum: Samstag, der 08. Februar, 2003 um 12 Uhr 26
Der geist der Sonne! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Fortsetzung von Eintrag 822 jokerbioeule1.de.vu: Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-Erscheinung in der ätherischen Welt, Notizen zum Vortrag, Rom, 13.April 1910, TB 704, S.220:
"Am Ende seiner hohenlaufbahn wird ein Bodhisattva ein Buddha und braucht nicht mehr einen physischen Körper anzunehmen. Die Buddhastufe schließt den Zyklus seiner Inkarnationen ab ( Schlüssel zur SATOR-Arepo-Formel? Anm. Paraneua), und er tritt in eine neue, höhere Evolution über. Sein unterstes Wesenglied ist dann nicht mehr ein physischer Körper, sondern ein Ätherleib und er ist fortan nur dem hellsichtigen Auge wahrnehmbar. Der Seher allein kann verfolgen, wie Gautama Buddha nach seinem Tode fortwirkte zum Heile der Menschheit und alle Kräfte auf der Erde entwickeln half, damit der Christus sich im Fleische verkörpern konnte, in einem irdischen Werkzeuge, das zu seiner Persönlichkeitwurde: in Jesus von Nazareth. Vieles mußte hierzu geschehen und eine Serie großer Ereignisse war damit verknüpft, wie wir es aus dem Lukasevangelium sehen können. Esheißt da, daß die Hirten auf dem Felde die Gnade erhielten, zu schauen, was sonstein irdisches Auge nicht zu schauen vermag. Sie wurden hellsichtig und sahen über der Stätte, an welcher das Jesuskind geboren wurde, Engel schweben. Was waren diese himmlischen Geister? Es wardie Gabe, die Buddha spendete, indem er sich zum Opfer brachte. Ihn sahen sie, in seinen Kräften, in die Aura verwoben, die jene Stätte umgab. Doch nicht er allein hatte zu diesem größten der Ereignisse beigetragen, jederder vorangegangenen Bodhisattvas hatte seinen Teil zu spenden. Buddhas Teil, der größte, ward als Engelaura sichtbar.
Diese Auslegung mag vielen als nicht übereinstimmend erscheinen mit dem, wassie von Buddha und dem Buddhismus wissen. Sie bedenken nicht, daß ihr Wissenaus alten Schriften stammt und daß der Buddha nicht der geblieben ist, welcher er bei seinem Tode war. Sie vergessen, daß auch er in der Evolution vorwärtsgeschritten ist. Der damalige Buddha bereitete das Christentum vor, der jetzige ist im Christentum darinnen.
Blicken wir nun auf seine Vorgänger zurück, so sehen wir aus ihren Lehren, daß das Christus-Wesen schon in der fernsten Vergangenheit den menschen bewußt gewesen ist. Die großen Führer aller Völker und aller Zeiten haben von ihm gesprochen. So zum Beispiel finden wir im alten Indien in den Veden einen wenn auch nur geringen Teil der gewaltigen lehren derheiligen Rishis. Vishva-Karman nannten sie das unerfaßliche Wesen, das sie jenseits ihrer Sphäre ahnten. Später, im alten Persien, verkündete Zarathustra, was sein geistiges Auge erblickte. Es war, wie es im ersten Vortrag behandelt wurde, das, was man durch die Initiation erreichte: Das Sehen der Sonne um Mitternacht. - Durch die physische Materie hindurchblickend, sah er den Geist derSonne."
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

204

Datum: Freitag, der 07. Februar, 2003 um 09 Uhr 55
Mehr als "Schimmel"-Ökumenen samt Konfusius-Anstrengungen! (keine e-Mail / http://www.unsichtbarekirchechristi.de.tf) schrieb:

Darf es etwas mehr sein als NewWorlOrder-Freiburg-Blavatsky-Tibet-Theosophie? aus Kein 07.02.03 - 9:29
eMail: Keine URL: http://www.shockfreshwave.de.ms
Nachricht:
"Zwischen Buddhas Lehre und Christi Kraft ist ein Unterschied wie zwischen einem Kunstkenner vor einem Bilde Raffaels und Raffael selber. Darin besteht gerade der große Irrtum vieler, daß sie in Buddha den höchsten aller Geister in Menschengestalt sehen. Sie wissen nicht, daß derjenige, der 600 Jahre nach ihm sich in Jesus von Nazareth inkarnierte, die Inkarnation des Logos selber war. Buddha hatte den Impuls des Mitleidens und der Liebe vorzubereiten. Er bereitete die Seelen vor für das, was Christus bringen sollte. Im großen betrachtet ist sein Vorbereitungswerk das bedeutsamste, das je geleistet worden ist. Zum besseren Verständnis seiner Persönlichkeit müssen wir uns den Unterschied klarmachen zwischen einem Bodhisattva und einem Buddha. ...So sehen wir, daß ein Boddhisattva ein menschliches Wesen ist, welches beständig mit der geistigen Welt verbunden ist und nicht ganz in der physiscvhenWelt lebt. Seine Wesenheit ist gleichsam zu groß, um in einem menschlichen Körper Platz zu finden, nur ein Teil reicht bis in die irdische Hülle herab, der größere Teil bleibt in den höheren Welten. Der Bodhisattva ist infolgedessen stets im Zustande der Inspiration.
Als solch ein Wesen wurde Gautama Buddha geboren. Im neunundzwanzigsten Jahre erst wurde seine Erdenpersönlichkeit so stark, daß sie den höheren Teil in sich aufnehmen konnte. Der Legende nach ließ er sich unter einem Feigenbaum nieder und erhielt die Erleuchtung, die ihn zum Buddha machte. Er stieg auf zu einer höheren Würde, gemäß der Rangfolge, wie sie in der geistigen Welt herrscht. Ein anderer rückte gleichzeitig auf und nahm den von ihm verlassenen Platz ein. ...
Welche Bedeutung hat es nun für die Menschheit, daß der Bodhisattva ein Buddha wurde? Es wurdeihr dadurch ermöglicht, neue Fähigkeiten zu erwerben. Es herrscht vielfach die Ansicht, dieselben Fähigkeiten seien in mehr oder minder hohem Grade stets vorhanden gewesen. Das ist jedoch durchaus nicht der Fall. Es sind im Laufe der Evolution immer neue Fähigkeiten hinzugekommen, und jedesmal, wenn die Menschheit reif wurde, mit einer neuen Gabe ausgestattet zu werden, mußte die neue Fähigkeit einmal zuerst in einem großen Menschen inkarniert werden. In ihm manifestierte sie sich zuerst, und er legte dann die Keime in die Seelen, diedazu bereit waren. Daher war alles Fühlen und Denken vor dem Erscheinen des Gautama Buddha ein anderes, als es bei den späteren Menschen der Fall war. Halb unbewußt, wie eine Suggestion, empfingen sie, was die Bodhisattvas als Inspiration erhielten und als Kraft in ihre Schüler überströmen ließen. Durch Gautama Buddha erst erhielten die Menschen den Trieb zum Mitleid und zur Nächstenliebe und wurden so vorbereitet, den Christus-Impuls zu empfangen. Es genügt jedoch nicht, diese Fähigkeit zu fühlen, sie muß zur leitenden Lebenskraft werden und nachgelebt werden können.
Woher erhalten nun, können wir fragen, alle diese Bodhisattvas ihre Kraft und ihre Lehre?-Hoch oben in den geistigen Welten, in welchesie hineinragen, inmitten ihres hohen Chores, thront einer, der der Lehrer aller ist und zugleich der unversiegliche Quell allen Lichts und aller Kraft und aller Weisheit, die auf sie überströmen: Christus. Aus ihm schöpften sie und stiegen als seine Vorläufer nieder unter die Menschen. Dann kam er selbst zur Erde herab und verkörperte sich in Jesus von Nazareth. Und nach ihm werden sie wiederkommen, um seinen Plan auszuführen. ..."
Rudolf Steiner: Das Ereignis der Christus-erscheinung in der ätherischen Welt, Der Christus-Impuls und seine großen Verkündiger, Notizen aus dem Vortrag , Rom, 13.April 1910, TB 704, S.219ff.
Gruß Paraneua-Bioeule-Jokerbioeule!

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